Hundebiss = Schmerzensgeld?

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Amtsgericht Lampertheim, Az.: 3C 529 / 99: Ein Hundehalter führt seine beiden Schäferhunde an kurz gehaltener Leine aus, als ihm zwei kleine unangeleinte Hunde entgegenkamen. […]


Der Hundehalter dieser freilaufenden Tiere rief seine Hunde nicht zurück, so dass einer der beiden Hunde auf die Schäferhunde zulief, worauf es zu einem Kampf zwischen dem kleinen Hund und einem Schäferhund kam. Als der Halter der Schäferhunde versuchte, die kämpfenden Tiere mit der Hand zu trennen, wurde er sehr schmerzhaft in den Finger von dem fremden Hund gebissen. Nun verklagte er den Hundebesitzer auf Schmerzensgeld, das ihm aber verwehrt wurde. […]

Nach der Auffassung des Richters hätte der verletzte Hundehalter seinen Hund von der Leine lösen müssen, um eine Selbstgefährdung auszuschalten […]

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3 Gedanken zu “Hundebiss = Schmerzensgeld?

  1. Mir hat auch ein fremder Hund beim Versuch meinen eigenen Hund abzuleinen den rechten Zeigefinger abgebissen. Nur die Haut hielt noch den Rest fest…..
    In einer Zivilkammer wurde mir Schmerzensgeld vom LG gewährt. War allerdings ein Vergleich.

  2. Hätte der Schäferhund die andere Person gebissen, wäre der Besitzer der Schäferhunde verurteilt worden. Hätte er seinen Hund von der Leine gelassen, wäre der kleine Hund mit Sicherheit ernsthaft verletzt worden und der Besitzer der Schäferhunde wäre auch in diesem Fall verurteilt worden. Sozusagen haben die kleineren Hunde mehr Schutz und die besseren Rechte. Verkehrte Welt…

    1. Ich glaube auch wenn er die Schaferhunde losgelassen hätte und sie die kleinen verletzt hatten ist er bzw.die Hunde die dummen ist leider so gerecht ist das nicht aber was ist in Deutschland schon gerecht?

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